“Tue zuerst das Notwendige,
dann das Mögliche und vielleicht
schaffst Du das Unmögliche”

Franz von Assisi
‍ wurde 1181 als Sohn eines wohlhabenden Tuchhändlers in Umbrien, Italien, geboren. Er wandte sich 1206 vom Reichtum ab und lebte in bewusster Einfachheit. Er begegnete allen Menschen und der gesamten Schöpfung auf Augenhöhe und verstand sich als Bruder aller.

“Die Liebe hat mich zur Erfinderin gemacht -
Ich bin eine Weltbürgerin …
Teil einer Familie, die die Menschheit umfasst.
”

Marguerite „Maggy" Barankitse,
die 1957 geborene Burunderin, rettete während des Bürgerkriegs über 20’000 Waisenkinder - rettete während des Bürgerkriegs (1993 bis 2005) über 20'000 Waisenkinder, Hutu wie Tutsi. Wo andere die Ethnie über das Leben stellten, wählte sie die Liebe.

1. Auftrag & Ausgangslage

Franziskus-Burundi ist ein gemeinnütziger Verein aus Sarnen OW. Die Gemeinde Rwibaga gestaltet ihre Zukunft. Wir begleiten sie seit 2014 mit Erfahrung und Spenden aus der Schweiz. Die Menschen vor Ort setzen die Prioritäten, wir tragen einen Teil der Mittel und des Fachwissens bei.

Rwibaga ist eine neu fusionierte Berggemeinde auf 2'300 m ü.M. Die Gemeindeverwaltung ist im Aufbau und trägt die Umsetzung der burundischen Verwaltungsreform 2023 aktiv mit.

2. Wirkungslogik

Unsere gemeinsame Arbeit folgt einer klaren Wirkungslogik:

Ressourcen → Leistungen → Wirkungen → Langzeitwirkungen

  1. Ressourcen (Input): Gemeindenahe Sozialarbeit, lokale Partnerschaften, gezielte Projektinvestitionen.

  2. Leistungen (Output): Begleitung von Kindern, Stärkung von Familien, Auf- und Ausbau lokaler Infrastruktur, Förderung von Einkommen, fachlicher Austausch auf Augenhöhe.

  3. Wirkungen (Outcome): Verbesserte Lebensbedingungen, wachsende Selbstständigkeit, gestärkte lokale Verwaltung.

  4. Langzeitwirkungen (Impact): Nachhaltige Gemeindeentwicklung, die von Rwibaga selbst getragen wird, und konkrete Beiträge zur Umsetzung staatlicher Reformen.

Diese Logik ist anschlussfähig an die Kriterien der DEZA, skalierbar und reformorientiert.

3. FĂĽnf Wirkungsfelder

Die Wirkung entfaltet sich in fĂĽnf miteinander verzahnten Bereichen:

  1. Ernährung & Einkommen: stabile Versorgung, lokale Produktion, Wertschöpfung durch Kartoffelanbau und Ziegenzucht.

  2. Gesundheit, Bildung & Prävention: Basisgesundheit, Hygiene, funktionale Lernumgebungen, Zugang zu Bildung.

  3. Kinder & Jugend: Schutz und Stabilität für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebensverhältnissen.

  4. Infrastruktur: Auf- und Ausbau lokaler Infrastruktur fĂĽr die gesamte Gemeinde.

  5. Gemeindeentwicklung & Governance: lokale Verantwortung, Reformumsetzung durch die Gemeinde selbst.

Gemeinsam stärken sie die Selbstständigkeit der Bevölkerung und die Handlungsfähigkeit der Gemeindebehörden.

4. Beispielhafte Projekte mit sichtbarer Wirkung

Kinder & Jugend

  • Wohngruppe in Bujumbura: Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebensverhältnissen finden Schutz, Stabilität und Zugang zu Bildung.

Ernährung & Einkommen

  • Kartoffelprojekt: Familien sichern ihre Ernährung und stärken die Gemeindewirtschaft durch nachhaltigen Kartoffelanbau.

  • Ziegenzuchtprogramm: Haushalte bauen Einkommen und Ernährungssicherheit durch eigene Tierhaltung auf.

Bildung & Infrastruktur

  • Schulsanierungen in Buyengero/Nyabiraba und Kigina/Rwibaga: bessere Lernumgebungen fĂĽr SchĂĽlerinnen und SchĂĽler.

Diese Projekte zeigen, wie die Menschen in Rwibaga ihre Lebensbedingungen verbessern und ihre Verwaltung dabei wächst.

5. Rwibaga im Fokus

Am 8. Oktober 2025 besuchte Staatspräsident Évariste Ndayishimiye die Gemeinde Rwibaga. Laut RTNB, Africa Press und lokalen Medien betonte er die Bedeutung lokaler Landwirtschaft und Kartoffelproduktion, die Stärkung der Verwaltung, das Engagement von Jugend und Behörden sowie die Rolle lokaler Projekte für die nationale Entwicklungsvision.

Der Besuch macht sichtbar, was die Gemeinde längst leistet: Rwibaga ist ein Ort, an dem Menschen ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen.

6. Unser Ansatz

  • Gemeindenah: Wir arbeiten dort, wo die Menschen leben, in den Strukturen, die sie selbst tragen.

  • Partnerschaftlich: Gemeindebehörden, Familien und lokale Betriebe fĂĽhren, wir unterstĂĽtzen.

  • Wirkungsorientiert: klare Ziele, ĂĽberprĂĽfbare Resultate, gemeinsame Auswertung mit der Gemeinde.

  • Skalierbar: Erfahrungen aus Rwibaga können andere Gemeinden ĂĽbernehmen und eigenständig weiterentwickeln.

  • Reformbegleitend: Die Gemeinde setzt staatliche Reformen um, wir leisten dazu Beiträge.

  • Anschlussfähig: klare Wirkungslogik, messbare Wirkung, nachhaltige lokale Strukturen.

Damit entsteht Entwicklung, die der Bevölkerung und der Gemeindeverwaltung von Rwibaga gehört.

Leitgedanke der Redaktion: Die Menschen in Rwibaga sind Subjekt der Sätze, nicht Objekt. Der Verein begleitet, die Gemeinde gestaltet.