“Tue zuerst das Notwendige,
dann das Mögliche und vielleicht
schaffst Du das Unmögliche”
Franz von Assisi
1. Auftrag & Ausgangslage
Franziskus‑Burundi ist ein gemeinnütziger Verein aus Sarnen OW. Seit 2014 stärken wir Kinder, Familien und lokale Gemeindestrukturen in Burundi. Unsere Arbeit ist gemeindenah, partnerschaftlich und wirkungsgesteuert – mit direkter Verankerung in der Gemeinde Rwibaga, einer der ärmeren Bergregionen des Landes.
Rwibaga ist eine neu fusionierte Gemeinde auf 2’300 m ü.M., vergleichbar mit dem Kanton Schaffhausen. Die lokalen Verwaltungsstrukturen befinden sich im Aufbau und sind zentral für die Umsetzung der burundischen Verwaltungsreform 2023.
2. Wirkungslogik
Unsere Arbeit folgt einer klaren Wirkungslogik:
Ressourcen → Leistungen→ Wirkungen→ Langzeitwirkungen
Ressuorcen (Input): Gemeindenahe Sozialarbeit, lokale Partnerschaften, gezielte Projektinvestitionen.
Leistungen (Output): Betreuung von Kindern, Stärkung von Familien, Auf- und Ausbau lokaler Infrastruktur, Förderung von Einkommen, fachliche Begleitung und Unterstützung.
Wirkungen (Outcome): Verbesserte Lebensbedingungen, erhöhte Selbstständigkeit, gestärkte lokale Verwaltung.
Langzeitwirkungen (Impact): Nachhaltige Gemeindeentwicklung und konkrete Beiträge zur Umsetzung staatlicher Reformen.
Diese Logik ist DEZA‑kompatibel, skalierbar und reformorientiert.
3. FĂĽnf Wirkungsfelder
Die Wirkung entfaltet sich in fĂĽnf miteinander verzahnten Bereichen:
Ernährungssicherheit – stabile Versorgung, lokale Produktion, Resilienz.
Einkommensschaffung (Kartoffelanbau & Ziegenzucht) – Armutsüberwindung durch lokale Wertschöpfung.
Gesundheit & Prävention – Basisgesundheit, Hygiene, Schutz vulnerabler Gruppen.
Bildung & Schulsanierung – funktionale Lernumgebungen, Zugang zu Bildung.
Gemeindeentwicklung & Governance – lokale Verantwortung, Verwaltungsaufbau, Reformumsetzung.
Gemeinsam stärken sie die Selbstständigkeit der Bevölkerung und die Handlungsfähigkeit der Gemeindebehörden.
4. Beispielhafte Projekte mit nachweisbarer Wirkung
Kinder & Jugend
Wohngruppe für Strassenkinder in Bujumbura: Schutz, Stabilität und Bildungszugang für besonders gefährdete Kinder.
Ernährung & Einkommen
Kartoffelprojekt:
Ernährungssicherheit, lokale Wertschöpfung und Stärkung der Gemeindewirtschaft durch nachhaltigen Kartoffelanbau.Ziegenzuchtprogramm: Ernährungssicherheit, Einkommensschaffung und Armutsüberwindung durch lokale Tierhaltung.
Bildung & Infrastruktur
Schulsanierungen in Buyengero/Nyabiraba und Kigina/Rwibaga: konkrete Verbesserungen der Lernumgebung.
Diese Projekte zeigen, wie konkrete Massnahmen sowohl die Lebensbedingungen verbessern als auch die lokale Verwaltung stärken.
5. Warum Rwibaga eine Modellgemeinde ist
Am 8. Oktober 2025 besuchte Staatspräsident Évariste Ndayishimiye die Gemeinde Rwibaga. Laut RTNB, Africa Press und lokalen Medien betonte er:
die Bedeutung lokaler Landwirtschaft und Kartoffelproduktion,
die Stärkung der Verwaltung und bürgernahe Gemeindeführung,
das Engagement von Jugend und Behörden,
die Rolle lokaler Projekte fĂĽr die nationale Entwicklungsvision.
Der Besuch bestätigt Rwibagas Bedeutung für die Umsetzung der Verwaltungsreform 2023 – und damit als Standort für wirkungsorientierte Entwicklungszusammenarbeit.
6. Unser Ansatz
Unser Ansatz erfĂĽllt zentrale Kriterien professioneller Entwicklungszusammenarbeit:
Gemeindenah: direkte Verankerung in lokalen Strukturen.
Partnerschaftlich: Zusammenarbeit mit Behörden, Familien und lokalen Betrieben.
Wirkungsorientiert: klare Zielsysteme, ĂĽberprĂĽfbare Resultate.
Skalierbar: Projekte können auf weitere Gemeinden übertragen werden.
Reformkompatibel: direkter Beitrag zur Umsetzung staatlicher Reformen.
DEZA‑anschlussfähig: klare Logik, messbare Wirkung, nachhaltige Strukturen.
Damit schaffen wir nachhaltige Entwicklung, die sowohl der Bevölkerung als auch der lokalen Verwaltung zugutekommt.